Die Wege der Politik sind merkwürdig – Unsere Stellungnahme zur aktuellen Situation

Zur Eröffnung der Wasserwelt am 11. Juli 2014 stellte unser neuer Oberbürgermeister Ulrich Markurth fest: „ Es geht nicht, dass wir ein werthaltiges Grundstück einfach so hergeben. Dann sehen wir uns schneller vor Gericht, als man glauben mag. Das Grundstück zur Verfügung zu stellen, das ist etwas anderes. Und für diesen Weg habe ich auch Sympathien in den Ratsfraktionen erkennen können“.

Mit großer Erleichterung haben wir deshalb den Verzicht von Herrn Knapp auf einen Erwerb des Grundstücks Am Soolanger zur Kenntnis genommen, denn damit folgt er nun dem von Herrn Geiger gemachten Vorschlag einer befristeten Nutzungsüberlassung. Das überaus großzügige Angebot von Herrn Knapp ist damit nun auch über jeden Verdacht einer wirtschaftlichen Nutzung erhaben. Die  zentrale Aussage, Sanierung und Betrieb des Bades vollständig und mit allen Risiken zu übernehmen, hat er der Stadt am 20.05.14 auch schriftlich übermittelt.

Er ist bereit, mehr als 6 Mio. Euro auszugeben, nur um den Braunschweiger Bürgen etwas Gutes zu tun. Und wie ist jetzt die Reaktion der großen Parteien? Es werden weitere Hindernisse aufgetürmt – anscheinend, um Herrn Knapp sein Engagement zu verleiden. Es wird nach einem detaillierten Betriebskonzept gefragt, obwohl alle wesentlichen Dinge gesagt sind. Am 04.06.14 wurden in der Braunschweiger Zeitung die Zusagen von Herrn Knapp wiedergegeben:

„Das Gliesmaroder Bad werde öffentlich bleiben, die bestehenden Anlagen (Becken etc.) blieben erhalten. Zusätzlich sei noch die Anlage eines Badesees als Naturschwimmbad geplant. Darüber hinaus sollten die derzeit bestehenden Eintrittspreise unverändert bleiben .“ Wir wissen, dass auch die bisherigen Öffnungszeiten beibehalten werden sollen und natürlich auch die weitere Nutzung für das Schul- und Vereinsschwimmen.

Wo sollten da die Risiken für die Stadt liegen? Möglicherweise werden einige Besucher weniger die Wasserwelt besuchen – sicher ist aber, dass insgesamt mehr geschwommen wird: Kurze Wege kommen dem Schulschwimmen zugute, es können endlich mehr Kurse zum Schwimmenlernen und –trainieren angeboten werden, und auch das Gesundschwimmen wird gefördert.

Wenn Am Soolanger nicht gebaut wird, ist das aus unserer Sicht ein Gewinn – für den Naturschutz und auch für den Hochwasserschutz! Mögliche Baugebiete für preiswerten Wohnraum befinden sich im Übrigen direkt gegenüber – auf der anderen Seite der Berliner Straße.

Wie waren noch mal die Rückmeldungen der Fraktionsvorsitzenden der beiden großen Parteien auf das Knapp-Angebot vom 07.02.14:

Der Fraktionsvorsitzende der SPD,  Manfred Pesditschek, hatte  in einer Presseerklärung vom 07.02.13 betont, „er werde sich dafür einsetzen, dass Knapp das Bad Gliesmarode für den berühmten „einen Euro“ erwerben könne“. Er sei erfreut darüber, dass der Förderverein seine Bereitschaft erklärt habe, nach dem Waggumer Vorbild den Betrieb des Bades zu organisieren. Und wörtlich: „So kann der Weiterbetrieb des Bades gesichert werden, ohne den Haushalt der Stadt zu belasten.“

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Klaus Wendroth, hatte in seiner Presseerklärung von 08.02.14 gesagt: „Wenn Herr Knapp das Bad Gliesmarode retten möchte, wäre das eine gute Nachricht für die Freunde des Bades. Dieses würde aber aus meiner Sicht bedeuten, dass er das Bad privat sanieren und hinterher auch betreiben müsste. Das wäre dann sicher eine schöne Ergänzung des öffentlich betriebenen 3-Bäder-Konzeptes durch ein zusätzliches privates „New-Yorker-Bad".“

Wir wünschen uns deshalb für alle Braunschweiger von der Stadt: Findet unbürokratische Wege zu einer raschen Entscheidung, damit die Sanierung des Bades beginnen kann! Andere Städte werden uns beneiden!

Braunschweig, den 17.07.14, Dr. Gary Blume (1. Vors.), Artur Schmieding (Stellv. Vors.)

 

   

Aktuelles  

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